Zu blöd, um schlank zu bleiben?

Fehlendes Ernährungswissen ist meist nicht das Thema, wenn es um Abnehmen geht. Oft ist das eigentliche Thema, dass man sich mit Essen trösten oder Stress abbauen will. Diäten beheben dieses Problem nicht. Dabei ist die Lösung ganz einfach und niemand ist zu blöd dafür…

Anna war 30 Jahre und wog bei einer Größe von 1,75 Metern 90 Kilo, als sie beschloss: „Ich will nicht mehr dick sein.“ Sie machte eine Diät, achtete genau darauf was sie aß. Mit viel Disziplin nahm sie ab und wog nach einigen Monaten 65 Kilo. Freundinnen machten ihr Komplimente, Männer sahen ihr hinterher. Sie müsste eigentlich glücklich sein – war sie aber nicht.

Dabei hatte sie gedacht: „Wenn ich schlank bin, dann ist alles super. Doch irgendwie fühlte sich alles wie vorher an, als sie noch 90 Kilo wog. Wie ungerecht. Schließlich verzichte sie auf so viele leckere Dinge. Von Woche zu Woche war sie genervter und gönnte sich immer öfter süßen Trost. Bald war es wie früher – sie wog mehr als 90 Kilo. Willkommen in der Jo-Jo-Falle. Es folgten Diäten um Diäten gepaart mit steigendem Frust. Anna fragte sich: „Bin ich zu blöd, um schlank zu bleiben?“

Nein, ist Anna nicht – denn Diäten lösen die wirklichen Probleme nicht. Essen ist viel mehr als bloße Nahrungsaufnahme und das was wir essen, wird massiv von unseren Emotionen beeinflusst. So gehen Experten heute davon aus, das nicht fehlende Disziplin beim Kalorien zählen, sondern das sogenannte „emotionale Essen“ einer der Hauptgründe für Übergewicht ist.

Wer negative Gefühle und Essen vermischt, läuft Gefahr, dass die Nahrungsaufnahme zu einer Ersatzbefriedung für nicht erfüllte Bedürfnisse wird. Sobald unser Belohnungssystem im Gehirn daraus lernt, das Essen bei Stress, Einsamkeit oder Traurigkeit hilft, kann sich daraus ein suchtähnliches Reaktionsmuster entwickeln. Dieses sogenannte „Comfort Eating“ – essen, um sich besser zu fühlen – ist bei negativen Emotionen eine nahe liegende Lösung, aber nicht die beste. Sich das Essen zu verbieten oder mit Schuldgefühlen abzuplagen, macht auch keinen Sinn. Die Lösung heißt: sich seinen Gefühlen zu stellen, und die Kopplung mit dem eigenen Essverhalten zu erkennen.

Inzwischen kenne ich Anna, ich habe sie auf einem Seminar kennengelernt. Wir haben uns intensiv über den Zusammenhang von Gefühlen und Hunger unterhalten. Das setzte bei ihr etwas in Bewegung und ihr wurde klar, warum sie sich mit Essen tröstete. Schon als Mädchen hat sie Kummer mit Süssigkeiten heruntergeschluckt und diese Gewohnheit auch als Frau beibehalten. Um sich davon zu lösen, musste sie sich ihren Gefühlen stellen. Dazu gehört auch: Ihre schlechten Essgewohnheiten nicht zu verurteilen und Schluss mit Vorwürfen zu machen. Stattdessen innehalten und in sich reinschauen, bevor man gedankenlos zum Essen greift.

Die perfekte Hilfe: ein Emotions-Food-Tagebuch. Da schreibt man etwa hinein: „Habe ich wirklich Hunger? Wenn nein – warum esse ich dann? Ich bin wütend. Warum und was hilft mir besser damit umzugehen?“ Welches Verhaltensmuster dies dann sein kann, muss letztendlich jeder für sich herausfinden. Hat man es gefunden, trainiert man die neuen Verhaltensweisen wie einen Muskel. Die süsse Belohnung der anderen Art: weniger Kilos und mehr Freiheit.

Anna hat allein durch das Tagebuch innerhalb von 9 Monaten ihre Wohlfühlfigur erreicht – ohne Kalorien zählen und Ess-Verbote. Sie hat auch gelernt, dass sie kein Opfer ist, und dass es Alternativen zum Frustessen gibt. Heute hat sie Handlungsspielraum, wenn sie Trost braucht und hält den „falschen“ Hunger aus, bis der echte Hunger kommt.

Fantastisch, oder?

Sending L❤️ve and H😊ppyness,
deine Petra Orzech

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